Hair-Dancing - wie ein Vine Video entsteht


Hair-Dancing (Sound einschalten!!)


Ich werde regelmäßig gefragt, wie denn eigentlich meine Vine Videos entstehen.

Hier ein kleiner Einblick:

Phase 1 – Idee und lange Wartezeit

In aller Regel beginnt ein Vine Video mit einer ersten groben Idee, in dem Fall, dass man irgendetwas Rhythmisches mit Haaren machen könnte.
Da ich eine Vielzahl solcher Ideen habe, notiere ich mir diese Einfälle in eine Evernote-Notiz, und dort liegen sie erst mal – im Falle von “Hair-Dancing” seit über einem Jahr.

Phase 2 – Das Casting

Das Casting geschieht entweder zielgerichtet, wenn innerhalb eines vorher definierten Zeitplans Kunden-Videos produziert werden müssen, oder es geschieht sporadisch, wie im Falle von “Hair-Dancing”.
Hier hatte ich mit Elif Kardesseven eine Schauspielerin aus meinem Cast für Coca-Cola kennengelernt, die ich für die perfekte Darstellerin im Falle “Hair-Dancing” hielt. Volles Haar, phantastische Augen, ebenmäßiges Gesicht und mimisch in der Lage, einen Gesichtsausdruck nicht nur über die Produktionszeit von knapp einer Stunde zu halten, sondern sogar im StopMotion-Modus zu variieren.

Phase 3 – Die konkrete Vorbereitung

Mit dem Wissen, dass für eine gute Idee auch eine gute Schauspielerin vorhanden ist, ging’s dann an die Umsetzung.
Dabei habe ich zunächst mit einem Luftballon und improvisierten Acryl-Haaren die Szenerie getestet, insbesondere wieviel Einzelbilder bzw. Taps für den Rhythmus notwendig sind, den ich mir vorstellte. Das schaut dann so aus:

Als nächstes kam der Sound-Check. Ich danke dem Himmel bzw. meinem Twitter-Netzwerk, dass ich vor einiger Zeit von der Plattform Audiojungle erfuhr, auf der eine Vielzahl geeigneter Musikstücke zur Verfügung stehen, die man zu Preisen zwischen 1 und 18 EUR mit einmaligem Veröffentlichungsrecht einkauft.
Ich hatte mich dort für diesen Song entschieden (Sound einschalten:)

Phase 4 – Die Produktion

Gut vorbereitet durch Phase 3 ging es sodann in die Produktion, die in meinem Kölner Vine-Atelier stattfand und knapp anderthalb Stunden in Anspruch nahm.
Die erste halbe Stunde wurde darauf verwendet, den Untergrund auszuwählen, auf dem die Akteurin liegt, Stativ und iPhone6 in die perfekte Position zu bringen, die passende Oberbekleidung für die Akteurin zu finden, u.s.w.
Die eigentliche Produktion dauerte etwa eine Stunde. Danach lag dieses Ergebnis vor (Sound einschalten):

Am Ende erfolgte eine kleine Nachbearbeitung und das Hinzufügen des Sounds.
Tja – so entsteht ein Vine-Video.
Hier noch einmal das fertige Kurzvideo, das keine 10 Minuten nach seiner Veröffentlichung durch die Vine-Redaktion in der Kategorie bzw. im Kanal “Kunst” hervorgehoben wurde:

autor: franz-josef baldus,

koelnkomm socialmedia geschäftsführer,
Akademieleiter Vine-Academy,
Vine-Dienstleister für Unternehmen und Marken

publiziert am 28.03.2015