Kommunikation in Zeiten von Corona



Auf Grund des Coronavirus verzeichnen fast alle Unternehmen massive Rückgänge persönlicher Gespräche und Termine und ein zum Teil dramatisch reduziertes Auftragsvolumen.
Wie kann man dem entgegenwirken?

Ängste abbauen

Sie können zwar keine Messen und Veranstaltungen zurückholen, aber die Angst vor persönlichen Terminen können Sie Ihren Kunden und Interessenten nehmen – zum Beispiel indem Sie proaktiv kommunizieren, wie ein Termin bei Ihnen in Corona-Zeiten abläuft und welche Vorkehrungen Sie für die Gesundheit Ihrer Kunden und Mitarbeiter treffen.
Die beste Kommunikation ist dabei eine glaubhafte Kommunikation. Daher sollten Sie Ihre Worte mit Hilfe von visuellem Snack-Content unterstützen, der Ihre Vorkehrungen in kurzen Videos zeigt.

Wenn Sie also Ihren Kunden bestimmte Vorkehrungen beschreiben, dann machen Sie dazu kurze Snack-Content Videos, die Sie auf allen Kommunikationsplattformen platzieren können – einzeln oder im Zusammenschnitt. Das könnten sein…

  • Türklingel und Türklinke werden nach jedem Benutzen desinfiziert.
  • Die Begrüßung kommt von Herzen und braucht keinen Händedruck.
  • Die Hände genießen stattdessen am Eingang (und später beim Hinausgehen) eine kleine Desinfektionsdusche.
  • Unsere Besprechungsräume haben wir umgebaut, so daß mehr als ausreichend Platz zwischen den Besprechungsteilnehmer*innen entsteht.
  • Besprechungstisch und Stühle werden vor jedem Platznehmen mit desinfizierenden Tüchern gereinigt.
  • Auch der Kaffee enthält eine hohe Dosis Desinfektionsmittel ;-) (Kleiner Scherz)

Die positiven Folgen einer solchen Kommunikation:

  • Sie beweisen, dass Ihr Unternehmen das Thema ernst nimmt
  • Sie kommen Ihren Auftragszielen trotz Coronavirus ein wenig näher
  • Sie bleiben im Gespräch trotz Corona-Stillstand
  • Sie machen sich sympathisch

Video-Termine

Die Corona-Krise hat für einen regelrechten Boom der Video-Telefonie gesorgt. Es entsteht zwar nicht das gleiche Zusammengehörigkeitsgefühl wie beim persönlichen Termin, aber Briefings, Abstimmungen, Präsentationen & Co. lassen sich eigentlich auch per Video gut bewältigen.
Hier eine Übersicht der besten Apps und Tools für die Videotelefonie.

Die positiven Folgen:

  • Meetings und Termine gehen einigermaßen ungehindert weiter
  • Sie nutzen die Corona-Phase, um einen Digitalisierungsschritt weiterzukommen
  • Sie schonen die Umwelt, indem Sie auf Fahrten oder Flüge verzichten

Statements

Geben Sie ein Statement dazu ab, was Sie wegen der besonderen Coronavirus-Umstände tun, lassen oder ändern. Erklären Sie, warum Sie das tun. Seien Sie souverän und punkten Sie mit genau dieser Souveränität.
Das mit Abstand authentischste Format, um solche Statements abzugeben, ist das Video.
Die sicherlich ideale Kombination zur Kommunikation Ihrer Statements ist der (Blog-) Beitrag, in den ein Statement-Video eingebettet ist.
Hier ein Beispiel der OMR.

Die positiven Folgen:

  • Sie punkten langfristig, aber nachhaltig
  • Sie laden Ihre Marke mit Sympathie und Souveränität auf

Verhaltenstipps

Wenn Sie etwas Kompetentes zum Thema Coronavirus oder Gesundheit zu sagen haben und Ihr Angebot einen positiven Beitrag in der Krisensituation leistet, zum Beispiel um die Gesundheit zu fördern, dann halten Sie sich mit Tipps, Ratschlägen oder entsprechenden Beiträgen nicht zurück.
Auch hier bringen kurze Videos die Botschaften aufmerksamkeitsstärker und schneller als jedes andere Medium auf den Punkt.

Hierfür gibt es zahlreiche gute Beispiele im Netz. Ich selber poste auch zur Zeit eine Menge Hinweise und Erklärvideo-Snacks zum Thema:

Corona-Webseiten

Sind Sie in komplexer Weise von der Corona-Situation betroffen, dann empfiehlt es sich, alle wesentlichen Informationen an einer Stelle zu bündeln und dort Handlungsempfehlungen zu platzieren.
Am sichersten sind diese Informationen auf Ihrer Website, denn darüber haben Sie die Content-Hoheit und sind nicht auf externe Plattformen angewiesen.

Beispiel: Deutscher Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie

Social Media

Die Social Media Nutzung von Plattformen wie Instagram, Facebook, Twitter oder Byte nimmt aktuell sehr stark zu, da immer mehr Menschen daheim bleiben (müssen). Verlieren Sie keine Zeit, fahren Sie Ihr dortiges Engagement sofort hoch.
So bleiben Sie mit Ihren Zielgruppen in Kontakt – und wenn Sie es geschickt anstellen, dann gelingt es Ihnen sogar, an Relevanz und Zusammengehörigkeitsgefühl zuzulegen.
Zwei gute Ideen möchte ich hier beispielhaft vorstellen:

Unser Kunde Zell an der Mosel hat unmittelbar nach Schließung vieler Läden den Zeller Einkaufsguide ins Leben gerufen, der auf Instagram in Feed und Stories über verbleibende Einkaufsmöglichkeiten im Ort informiert.

Aachen Tourismus startete die Instagram-Aktion #aachenfrommywindow und hat dazu aufgerufen, Bilder und Videos zu posten, die Aachen von zu Hause aus, also vom Fenster aus zeigen.

Beratung

Ihre Kommunikation ist so individuell wie Ihr Unternehmen. Was für Andere passt, muss für Sie noch lange nicht gut sein. Bleibt Ihnen also noch die Möglichkeit, sich von externen Kommunikations- oder Content-Dienstleistern beraten zu lassen, oder mit ihnen gemeinsam über den besten Weg nachzudenken.
Eine meist gut investierte Stunde.

Franz-Josef Baldus, Akademieleiter der Vine Academy Deutschland

Franz-Josef Baldus, GF koelnkomm kommunikationswerkstatt

franz-josef baldus,

geschäftsführer koelnkomm kommunikationswerkstatt

Veröffentlicht am 19.03.2020