Meine 10 besten Tipps zur Nutzung der Vine App


Wie Coca-Cola hergestellt wird


Videos erobern die Herzen der Fans in den sozialen Netzwerken, besonders die kurzen Clips. Das honorieren die Plattformen. Kurz-Video-Posts mit entsprechenden Interaktionsraten erreichen eine größere Reichweite als jene mit Bildern, Texten oder Links.
Oft scheuen sich noch viele Community- und Social Media-Verantwortliche, den Schritt in das Bewegtbild zu starten. Ihre Argumente: „Das habe ich noch nie gemacht. Videos zu drehen, ist zu kompliziert. Die Produktion dauert zu lange und ist zu teuer“. Um seine Affinität zum Medium Video zu testen, ist meiner Meinung nach die Vine App ideal. Schnell und kostenfrei auf das Smartphone installiert, lassen sich ruckzuck kurze und knackige 6-Sekunden-Clips drehen.
Lust auf Kurzvideos bekommen? Hier sind meine besten 10 Tipps für die Nutzung:

1. Folgen Sie guten Vine-Künstlern

Vine ist mittlerweile schon mehr als zwei Jahre auf dem Markt und in weiten Teilen der Welt sehr verbreitet. Viele junge Leute haben ihre Vines im Laufe der Zeit professionalisiert und verdienen mit der Produktion Geld. Einige andere produzieren Videos auf hohem und künstlerischem Niveau. Es lohnt sich, die Arbeiten guter Vine-Künstler anzuschauen. Gleichzeitig kann man über die „Entdecken“-Funktion (Lupe) der App und ihre Kategorien-Kanäle ein Gespür für die Möglichkeiten von Vine bekommen. Sehr inspirierend ist es, den Kanal/Channel „Kunst“ zu abonnieren.

2. Machen Sie Stop Motion Videos

Vine Videos werden durch Berühren des Screens produziert. Mit ganz kurzen Berührungen des Bildschirms können Sie tolle Daumenkino-Effekte erzielen. Aus den so erstellten Momentaufnahmen entsteht ein „Stop Motion“-Film mit überraschenden Effekten. Probieren Sie’s aus. Ein bisschen Übung macht den Meister. Aber Achtung, Suchtgefahr.

3. Erzählen Sie immer eine Story

Ob mit Bildern oder Worten: In kurzen Videos sollte die Story im Mittelpunkt stehen und die hat einen Anfang, eine Mitte und ein Ende. Eine Idee, ein Konzept, vielleicht sogar ein skizzenartiges Storyboard erleichtern den Dreh.


Stop the Cake – and run

4. Es müssen nicht immer 6 Sekunden sein

Ist die Story in vier Sekunden erzählt, verlängern Sie sie nicht unnötig. Die Vine App zeigt Ihnen am oberen Balken an, ab wann das Video verwertet werden kann.

5. Erst die Bilder, dann der Sound

Konzentrieren Sie sich auf die Bilder. Der Sound kann in einem zweiten Schritt unter den Film gemischt werden. Wenn User durch ihren Newsstream „zappen“, bleiben sie schneller an einem guten Bild hängen. Der Sound spielt dabei für diesen ersten Moment nicht immer die größte Rolle. Für die optimale Nachbearbeitung helfen eine Vielzahl von Programme und Apps wie CuteCute oder Videoshop.

6. Licht und Schatten

Reicht das Licht für die Aufnahme nicht aus, muss für zusätzliche Lichtquellen gesorgt werden. Der Blitz des Smartphones hat nur eine relativ geringe und stark fokussierte Leuchtkraft. Als Gag oder Effekt einsatzbar, aber für den kompletten Kurzvideo nicht geeignet. Ein kurzer Testfilm am Set gibt Aufschluss. Für Außenaufnahmen sollte zudem beachtet werden, dass eine Produktion schon einmal ein, zwei oder noch mehr Stunden dauern kann.

7. Sound

Der Ton macht die Musik – ein altes Sprichwort, das auch auf Vine Videos. Insbesondere Stop Motion-Videos müssen eigentlich immer nachvertont werden, da der Originalsound nur die Aneinderreihung der aufgenommenen Geräusche und wenig emotional ist. Mein Tipp: Die iOS-App CuteCut nutzen und dort Geräusche und Musik unterlegen.
Zudem sorgt der richtige Sound mitunter erst für die gewünschte Emotion.


Dancing in the kitchen

8. Kreieren Sie den perfekten Loop

Wenn man bei der fast gleichen Einstellung startet und endet, scheint es für den Betrachter so zu sein, als würde das Video für ewig endlos weiterlaufen. Ein Screenshot der Startsequenz hilft am Ende die genaue Ausgangsposition wiederzufinden. Bei dieser Vine Postkarte wird der Effekt besonders deutlich:


Berlin, Gendarmenmarkt

9. Nutzen Sie Smartphone-Hilfsmittel

Ein Handy-Stativ gehört zur Vine-Grundausstattung. Gerade bei Stop Motion-Produktionen ist es für mich unverzichtbar. Geht es um Authentizität, wie bei den Videos der Video-Bloggern, kann man auf dieses Hilfsmittel verzichten.

10. Nachbearbeiten macht Sinn

Nutzen Sie nicht nur Vine, sondern danach auch die vielen Möglichkeiten der Nachbearbeitung Ihres Videos mit Hilfe anderer Apps, die Filter, Schriften, Themes, Spiegelungseffekte usw bieten. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Das Video ist im Kasten und Sie fragen sich, was nun? Dann könnten Sie diese Artikel interessieren:
So steigern Sie Ihre Followerzahlen auf Vine
Warum Sie als Unternehmen in Deutschland Vine Videos einsetzen sollten
Brauchen Sie Unterstützung, praktische Tipps oder Inspirationen? Dann besuchen Sie doch einen meiner Vine-Workshops oder rufen mich an.

autor: franz-josef baldus,

koelnkomm socialmedia geschäftsführer,
Akademieleiter Vine-Academy,
Vine-Dienstleister für Unternehmen und Marken

publiziert am 26.04.2015