Plastik - Wie ein Snack-Content Kurzvideo entsteht

 

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Umwelt- und Klimaschutz

Klima- und Umweltschutz liegen mir nicht erst seit der FridaysForFuture Bewegung sehr am Herzen. Daher habe ich schon einiges an Zeit, Energie und Personal investiert, um eigene Snack-Content Kurzvideos zum Thema Klimawandel und Umweltschutz zu erstellen.
Jüngstes Video dieser Art ist “Plastik” – und ich schildere euch mal, wie so etwas entsteht.

Das Storytelling

Wie bei jedem Video steht am Anfang die Story.
In diesem Falle geht es darum, auf die Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll hinzuweisen. Alle Akteure im Film sollten aus Plastik bestehen und die Geschichte einer Fisch-Familie erzählen, deren kleiner Spross im Meer verstirbt.

Die Vorbereitung

Snack-Content Kurzvideos benötigen Vorbereitungsarbeiten – manchmal weniger, in diesem Falle mehr.
Zunächst galt es, die Fische “herzustellen”, die natürlich auch aus Plastik bestehen sollten.
Als erstes habe ich mir das Corpus Delicti, also Plastik besorgt – und zwar zum einen eine Form mit verschiedenen Fischkonturen – zum anderen gut verformbares Plastik, wobei mir kleine halbtransparente Obsttütchen am geeignetsten erschienen.

Plastiktüten und Fisch-Form

Die Fisch-Form wird mit Plastik gefüllt

Auf diese Weise entstanden die drei Plastik-Fische.
Um sie später im Video agieren zu lassen, wurden sie vor einem Greenscreen-Hintergrund fotografiert.

Fotografie vor Greenscreen

Greenscreen wird verwendet, damit man die grüne Hintergrundfarbe einfach “ausschalten” kann, so dass die Fische in der späteren Animation keine eigene Hintergrundfarbe haben.

Die Videoauswahl

Um nicht erst ans Meer fahren und dort Unterwasseraufnahmen machen zu müssen, habe ich als nächstes nach einem geeigneten Archiv-Video gesucht, das meiner Story als Bühne dienen kann.
Bei Shutterstock wurde ich fündig und habe das Archiv-Video dort in HD-Qualität eingekauft.

Die Animation

Anschließend hat meine auf filmische Effekte spezialisierte Mitarbeiterin die Animationen vorgenommen. Das erforderte folgende Schritte:

  • Ausschneiden der Fische in Photoshop
  • Upload des Archiv-Videos in After Effects
  • Ausschneiden der großen Tüte links im Video, damit die über der späteren Fisch-Animation schweben kann
  • Farbe und Deckkraft der Fisch-Fotos nachbearbeiten und an das Archiv-Video anpassen
  • Hintergrundfarbe der Fisch-Fotos “ausschalten”
  • Fisch-Bewegungen animieren

Das Finishing

Die Schlussbearbeitung erfolgte meinerseits am Smartphone.
Dazu habe ich bei meinem Audio-Partner Epidemic Sound die Musik und ein leises Sonargeräusch heruntergeladen und in der App “Cute CUT Pro” hinterlegt. Damit sich das Ende der Musik in einer späteren Endlosschleife bei Instagram vernünftig loopt, musste das Video bei der Gelegenheit mit leichten Slow Motion-Phasen noch etwas verlängert werden.
Ganz am Ende habe ich das Video dann noch mittels der App “infltr” ein klein wenig farb- und schärfenkorrigiert.

Franz-Josef Baldus, Akademieleiter der Vine Academy Deutschland

Franz-Josef Baldus, GF koelnkomm kommunikationswerkstatt

franz-josef baldus,

geschäftsführer koelnkomm kommunikationswerkstatt

Veröffentlicht am 29.11.2019