Smartphones als Hauptdarsteller in Vine Videos

Smartphones als Hauptdarsteller in Vine Videos

Beim Smartphone spielen Emotionen eine große Rolle. Wer das Smartphone von XY besitzt, fühlt sich mit der Marke und dem, wofür sie steht, verbunden. Die Konkurrenz unter den Unternehmen ist groß. Der Markt heiß umkämpft. Immer wieder erscheinen neue Modelle, die die Kunden begeistern sollen. Bessere Kamera, wasserdicht, schnelleres Internet, dünner, größer, usw. Um ihre neuen Modelle zu verkaufen, ergänzen einige der Smartphone Hersteller ihr Content Marketing mit Vine Videos.
Warum? Es gibt fünf Gründe:

5 Gründe für Vine Videos

1.
Bewegte Bilder sprechen die Emotionen des Empfängers besser an als Fotos.
2.
Die Dauer von 6 Sekunden garantiert von Anfang bis Ende volle Aufmerksamkeit.
3.
Nicht selten werden Vine Videos mehrfach angeschaut, der “Lern”-Effekt somit wiederholt.
4.
Vine Videos lassen sich perfekt in soziale Netzwerke und Websites integrieren.
5.
Vine Videos machen besonders auf Smartphones eine gute Figur.

Sony

Egal, ob das Xperia Z3 in Berlin unterwegs ist oder das Sony QX-Weitwinkel-Objektiv im Spiel mit dem Dunkin Donut Becher: Die Sechs-Sekunden-Videos von Sony sind professionell produziert, oft witzig und erzählen eine Geschichte. Besonders die Verbreitung über Twitter und Facebook sorgen für eine große Reichweite.

Samsung Mobile

Samsung setzt bei seinen Vine Videos einerseits auf die Popularität des Vine Famous Jerome Jarre (über 7. Millionen Follower auf Vine) und andererseits auf die Fertigkeiten des Vine-Künstlers Pinot. Mit Jerome Jarre wird die Reichweite der Videos gesteigert und mit Pino wird jedes Video zu einem Kunstwerk. Ergänzt werden die erfolgreichen Clips durch professionelle Video-Produktionen des Unternehmens.

Anders als Sony, erreicht Samsung über seine Strategie, bekannte Viner als „Botschafter“ für Samsung agieren zu lassen, seine Kunden nicht nur auf Twitter und Facebook sondern auch direkt auf der Vine-Plattform. Vermutlich ist genau das das Ziel, denn: Hier sind besonders junge Menschen, potentielle Kunden, unterwegs.

NokiaUSA

Nokia setzt bei seinen Vine Vidoes auf #LumiaTips. In regelmäßigen Abständen werden kurze Tipps gepostet. Der Wiedererkennungswert wird durch die ähnliche Anmutung der Kurzvideos und den Hashtag #LumiaTips gewährleistet.

Kommt ein Gag hinzu, wie bei diesem Beispielvideo, dann erreichen die Clips auf Vine sogar punktuell mehr als 10.000 Loops. Ansonsten bewegen sich die Loops im vierstelligen Bereich. Selbst eine Verbreitung der Videos über den eigenen Twitter-Account steigert die Loop-Zahl nicht nachhaltig.

HTC

Beim taiwanischen Hersteller von Mobiltelefonen HTC ist keine eindeutige Vine Strategie zu erkennen. Bei den Videos steht die Präsentation der neuen HTC Modelle im Fokus. Der Prozess einer Sonderanfertigung überzeugt dabei aber ebenso wie die filmische Umsetzung der Leistungen der Smartphone-Modelle. Ob vom Hersteller gewollt oder nicht: Ein Millionenpublikum erreicht nur der Slow-Motion-Clip der erfolgreichen Vinerin Amymarie Gaertner, angeteasert mit dem Hashtag #HTConeM8.

Google Nexus, Huawei, LG, Blackberry und Sonderfall Apple

Google Nexus, Huawei, LG und Blackberry sind nicht auf Vine aktiv. Alle, außer Apple, haben aber einen aktiven Twitter-Account, der mit vielen Bildern bestückt wird. Videos sind bisher die Ausnahme.
Während HTC, Samsung und Nokia sogar zusätzlich auch auf Instagram aktiv sind (meist mit Bildern), fokussieren diese Hersteller ihre Social Media Aktivitäten auf Facebook und Twitter.
Anmerkung: Das Unternehmen Apple findet auf Vine ebenso nicht statt wie auf den anderen sozialen Netzwerken.

Fazit

Diese vier Beispiele zeigen, dass Vine Videos im Gesamtkonzept des Marketings bei Smartphone-Herstellern ihre Berechtigung haben.
Gemessen an den Reichweiten erweist sich besonders die Strategie von SamsungMobile als erfolgreich. Vine und Smartphones sind eben untrennbar miteinander verbunden. Das Smartphone ist das Klavier, auf dem Viner ihre virtuellen Kompositionen spielen.
Umso erstaunlicher ist es für mich, dass einige Hersteller ganz auf dieses Marketinginstrument verzichten. Ob das in Zukunft so bleiben wird, hängt sicherlich von der weiteren Entwicklung der App ab.
Wird vonseiten des Besitzers Twitter weiter investiert und entwickelt, wie erst kürzlich beim großen Vine Update und steigen die Nutzerzahlen weiterhin so rasant an, dann, so meine Einschätzung, werden Google Nexus, Huawei, LG und Blackberry auch auf den „Vine Zug“ aufspringen.

autor: franz-josef baldus,
koelnkomm socialmedia
geschäftsführer
Akademieleiter Vine-Academy

publiziert am 25.10.2014