Snack-Content: Wie man aus Fotos Videos macht


Bewegtbild erzielt in den sozialen Netzwerken die höchsten Engagement-Raten. Das ist bei jedem Post und Tweet zu spüren – oder nachzumessen, wie unser Kunde FUJITSU das tut.

FUJITSU hat zum Start seiner Bewegbild-Aktivitäten auf Twitter einen entsprechenden Versuch unternommen. Ein bestimmter Inhalt wurde vergleichsweise
nur mit Text
mit Text + Foto
mit Text + 6-sekündiges Vine-Video als Visual Micro Content (= Snack-Content)
getwittert.
Das Ergebnis ging so eindeutig in Richtung Kurzvideo, dass das Unternehmen fortan in allen wichtigen Twitter-Kampagnen Bewegbild-Tweets bzw. Visual Micro Content einsetzt, also Snack-Content wie Kurzvideos und animierte GIFs.
Was aber tun, wenn man auf die Schnelle kein Videomaterial hat?
Oder wenn man bereits Fotos hat, die in Print-Kampagnen eingesetzt werden?

Was tun, wenn man kein Video hat?

Snack-Content - Wie man aus Fotos Videos macht. Von Franz-Josef Baldus

Basismaterial: Ein Foto

Inzwischen sind die technischen Möglichkeiten so weit fortgeschritten, dass man sogar aus einfachem Fotomaterial innerhalb kürzester Zeit Videos erstellen kann. Und das geschieht folgendermaßen:

Für die letzte FUJITSU-Twitter-Kampagne zum Thema „Public Sector“ hatte das Unternehmen Fotos zur Verfügung, die bereits in Print-Publikationen verwendet werden.
Die Aufgabe an den Snack-Content Dienstleister bestand darin, diese Fotos in Videos umzuwandeln. Sie sollten im Stil von Cinemagraphs bewegte Elemente aufweisen und so, sehr dezent, mehr Aufmerksamkeit generieren als reine Fotos.
Das Ganze natürlich schnell, versteht sich.
Hierzu gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

Smartphone-Apps zum Umwandeln von Foto in Video

Mit Hilfe von Smartphone-Apps wie Lumyer & Co. lassen sich auf dem Handy rasch entsprechende „Videos“ erstellen.
Vorteil: Es geht schnell.
Nachteil: Die Qualität ist mäßig und die Möglichkeiten sind begrenzt. Von den etwa 50 Lumyer-Effekten halten nur sehr wenige den professionellen Kreativansprüchen eines Weltkonzerns Stand.

Fotos mit Hilfe von Photoshop, After Effects & Co. in Videos umwandeln

Das Wichtigste bei jeder Art von Snack-Content ist die Story.
Auch wenn man nur ein Foto als Ausgangsmaterial hat, muss man sich für dessen Animation eine kleine Story einfallen lassen.
In Falle des Big Ben-Fotos bot es sich zum Beispiel an, den Uhrzeiger zu animieren.

Das funktionierte rein technisch so:
Der Zeiger wurde in Photoshop aus dem Bild ausgeschnitten und auf eine neue Ebene gelegt. Die dabei entstandene freie Fläche im Original-Foto wurde wieder mit einer passenden Farbe gefüllt. Nun konnte die Datei in After Effects geöffnet und der Zeiger einzeln vor der Big Ben-Hintergrundebene animiert werden.
Mit Hilfe von sogenannten „Key-Frames“ wurde dabei die Dreh-Bewegung des Zeigers für einen bestimmten Zeitraum festgelegt.

Snack-Content - Wie man aus Fotos Videos macht. Von Franz-Josef Baldus

Endmaterial: Ein GIF

Welche Bearbeitungszeit müssen Sie für diese Art des Visual Micro Content einrechnen?

Wenn Sie einen leistungsfähigen Partner an Ihrer Seite haben, dann sollte das schnell gehen.
Im Falle von FUJITSU konnte der Kunde bereits nach 24 Stunden über drei bearbeitete Videos verfügen. Nach 48 Stunden war der gesamte Auftrag komplett abgeschlossen.

Fazit

Das gerade anbrechende Bewegtbildzeitalter lebt von Videos, insbesondere solchen, die in Sekundenschnelle für Aufmerksamkeit sorgen oder Botschaften vermitteln.
Hat man nur Fotomaterial, so kann man dies ohne großen Aufwand in Videomaterial umwandeln. Hierzu benötigt man eine kreative Story und das sichere Beherrschen entsprechender Smartphone-Apps oder Computerprogramme.

Ach ja – und natürlich funktioniert das Prinzip auch bei Illustrationen, wie ihr an unserem Blogartikel-Header seht:

Visual Micro Content - Wie man aus Fotos Videos macht - von Franz-Josef Baldus

Video/GIF aus einer Illustration erstellen

Franz-Josef Baldus, Akademieleiter der Vine Academy Deutschland

Franz-Josef Baldus, GF koelnkomm kommunikationswerkstatt

franz-josef baldus,

geschäftsführer koelnkomm kommunikationswerkstatt

publiziert am 07.10.2016