Licht ins Dunkel

Licht hat in der Weihnachtszeit eine Jahrhunderte alte Tradition.
Um 1740 entstand in Johanngeorgenstadt der erste Schwibbogen, ein Lichterbogen, der fortan im Erzgebirge aus keiner Adventszeit wegzudenken ist. Wer heute zur Weihnachtszeit durch’s Erzgebirge fährt, findet Schwibbögen in fast jedem Fenster.

Schwibbogen

Schwibbogen

Historisch betrachtet waren die auf dem Bogen aufgesetzten Lichter Ausdruck der Sehnsucht der Bergleute nach Tageslicht, das sie vor allem in den Wintermonaten oft über Wochen nicht zu Gesicht bekamen; zum Arbeitsbeginn am frühen Morgen war es noch dunkel, und nach dem Ende der Schicht am Abend war die Sonne bereits untergegangen.

Die Lichterkette hingegen ist eine eher neuzeitliche Erfindung. Sie kam erst 1901 in den USA auf den Markt und bis in die 20er Jahre dauerte es, bis sich die neue Technik auch in Deutschland verbreitete. Die Amerikaner waren es auch, die der Welt zeigten, was man mit den elektrischen Beleuchtungen weihnachtlich so alles anstellen kann. 1912 stellten sie zum ersten Mal in New York öffentlich einen geschmückten Baum aus.

In den folgenden Jahren eroberte die Lichterkette nicht nur ihren Stammplatz in den Weihnachtsbäumen, sondern auch an Treppengeländern, Fenstern, Balkonen und ganze Hausfassaden.
Heute geht der Trend bereits in Richtung kompletter Leuchtfassaden, die zwar ganzjährig leuchten, an Weihnachten aber besonders festlich.
Die größte beleuchtete Fassade Deutschlands ist in Düsseldorf mit über 600 qm Licht.


Foto: Pixlip GmbH

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen strahlenden Adventstag.